Quellen: Olivenölseminar in Lucca 2021, Olivenernte 2021 in Italien, Michaela Bogner („SuperOlio“), Andreas März (Merum Dossier)
Der Unterschied von guten und schlechten Olivenöl
Wer gerne „gut & günstig“ kauft, sollte ab sofort besser gar kein Olivenöl mehr kaufen. Warum, wieso, weshalb? Waldi will’s wissen und klärt euch auf.
Das Etikett und die Farbe des Olivenöls
Du hast dich sicherlich schon oft gefragt, woran man ein gutes Olivenöl erkennt. Das Etikett ist es leider nicht. Selbst „Organic“, „BIO“ oder die Ursprungsbezeichnung „Italien“ helfen nicht weiter. Hat das Etikett ein D.O.P-Siegel, ist zumindest die Ursprungsbezeichnung geschützt – das bedeutet, dass alle Produktionsschritte aus einer Region garantiert sind. Weitere wichtige Hinweise auf der Flasche sind „kalte Pressung“ sowie „Olivenöl der ersten Pressung“. Eine Jahrgangsangabe und das Abfülldatum wären weitere hilfreiche Informationen.
Die Farbe und die Bezeichnung des Olivenöls helfen leider auch nicht weiter. Nahezu alle Supermarkt-Olivenöle dürfen sich „natives Olivenöl extra“ nennen – und das ist die höchste Güteklasse, die es gibt. Warum? Weil es noch keine gut umsetzbare politische Regelung dafür gibt und die Öle im Supermarkt von niemandem kontrolliert werden. 95 % der extra nativen Öle sind „falsch“ ausgezeichnet und fallen eigentlich in die Güteklasse natives Olivenöl. Schade um die Spitzenöle, die dadurch auf dieselbe Ebene wie industrielle Produkte herabgestuft werden.
Ein hochwertiges italienisches natives Olivenöl extra erkennt man einzig und allein an Geruch und Geschmack – und das kannst du im Supermarkt leider nicht testen.
Geruch und Geschmack von exzellentem Olivenöl
Hochwertiges Olivenöl riecht und schmeckt pflanzlich frisch. Je nach Olivensorte und Anbaugebiet variiert der Geruch von unreifen Oliven, Strauchtomaten, grüner Mandel und Artischocke über Gras, Blätter und Wiesenkräuter bis hin zum Duft von grünem Apfel oder grüner Banane – einfach frisch! Im Geschmack ist es meist fruchtig, bitter und scharf im Abgang. Hat man einmal diese Qualität genossen, möchte man sie nicht mehr missen.
Einkauf von italienischem nativen Olivenöl extra
Ganz klar: nicht im Supermarkt oder Discounter. Falls du einen guten Feinkostladen in der Nähe hast, kannst du dort bestimmt zwei bis drei Sorten probieren und eine persönliche Empfehlung bekommen. Eine weitere Alternative sind vertrauenswürdige Onlineshops, die sich mit diesem Qualitätsprodukt auskennen und das Thema ernstnehmen. Die dritte und schönste Quelle ist direkt beim Olivenölbauern in Italien.
Zuerst solltest du dich allerdings mit dem Thema hochwertiger Öle, mit Geruch und Geschmack von Olivenöl befassen – denn nur so kannst du Gutes von Schlechtem unterscheiden. Wenn wir gemeinsam an dieser schönen Kultur arbeiten, gewinnt das Olivenöl wieder an Wert und die Bauern haben wieder etwas davon.
Olivenöl ist nicht nur lecker, sondern auch gesund
Neue und hochmoderne Ölmühlentechnologien sorgen dafür, dass es mittlerweile hochqualitatives Olivenöl gibt, das noch gesünder und aromatischer ist als jemals zuvor.
Ein hoher Anteil an Polyphenolen ist besonders wichtig – sie schützen sowohl das Öl vor Oxidation als auch die Zellen des menschlichen Körpers. Leider kann man diesen Anteil nicht auf der Flasche ablesen.
Außerdem hat hochwertiges natives Olivenöl extra einen hohen Gehalt an Ölsäure – der wichtigsten einfach ungesättigten Fettsäure im Olivenöl. Das ist eine besonders gesundheitfördernde Eigenschaft: Sie senkt den Cholesterinspiegel und kann hohem Blutdruck vorbeugen.
Schön, dass du bis zum Ende gelesen hast! Am besten bestellst du dein extra natives Olivenöl direkt bei uns im Shop – bezahlst ein bisschen mehr, hast dafür aber definitiv eine gute Wahl getroffen.
Bis dahin,
Waldi & sein Pizza Team