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Pizzateig mit Trockenhefe: Rezept mit langer Gärzeit und schneller Version
Willkommen zu einem neuen Pizzateig Rezept - heute zeigen wir euch, wie man einen italienischen Pizzateig mit Trockenhefe zubereitet. Viele von euch fragen uns immer wieder:
Kann man mit Trockenhefe einen richtig guten Pizzateig machen?
Die Antwort lautet ganz klar: Ja! Wir haben sowohl Pizzateige mit frischer als auch mit Trockenhefe getestet, miteinander verglichen und sind vom Geschmack des Trockenhefe Teigs begeistert. Es handelt sich um ein super einfaches Rezept ohne komplizierte Zutaten und ohne Zubehör – ideal für alle, die immer für spontane Pizza-Gelüste gewappnet sein wollen, denn Trockenhefe lässt sich super lagern.
Wir erklären dir Schritt für Schritt, wie du eine Pizza mit Trockenhefe zuhause nachmachen kannst und teilen natürlich auch Waldis Top Tipps für die besten Pizza Ergebnisse.
Bereit unser neues Pizzateig Rezept auszuprobieren? Los geht’s!
Trockenhefe vs. Frische Hefe – Welche Hefe für Pizzateig?
Wenn es um den perfekten Pizzateig geht, spielt die Wahl der Hefe eine entscheidende Rolle. Sie beeinflusst den Herstellungsprozess, die Teigstruktur, den Geschmack und die Gehzeit – und damit das gesamte Backergebnis.
Aber was genau sind die Unterschiede zwischen Trockenhefe und frischer Hefe und welche eignet sich besser für Pizzateig? Waldi klärt auf! Wir zeigen dir die Vor- und Nachteile beider Hefearten, damit du die perfekte Wahl für deinen Geschmack treffen kannst. Mehr Details zu den Unterschieden zwischen Trocken- und Frischhefe beim Pizzabacken findest du auch in unserem Video zu Waldis Pizzateig-Test.
Trockenhefe für Pizzateig
Wenn du Trockenhefe für Pizzateig nutzen möchtest, dann ist Instant Trockenhefe die beste Wahl, da sie direkt ins Mehl gegeben wird und die Teigherstellung sehr einfach macht. Besonders empfehlenswert ist z.B. die Trockenhefe von Caputo da sie speziell für italienische Teige entwickelt wurde oder die dehydrierte Hefe von Paneangeli.
DAS REZEPT
Pizzateig mit Trockenhefe: Rezept
🕒 zubereitungszeit
6 bis 24 Stunden
🍕 Portionen
3 Pizzen
👨🍳 Schwierigkeit
Einfach
du brauchst
Zutaten
- 500 g Pizzamehl (z.B. von Caputo)
- 325 ml kaltes Leitungswasser
- 15 g feines Meersalz
- 10 g Olivenöl
- 1,5 g Instant Trockenhefe (entspricht einem gestrichenen Teelöffel)
Hilfsmittel
- Teigschüssel
- Löffel zum Verrühren
- Teigballenbox
SO GEHT'S
Anleitung: Pizzateig mit Trockenhefe zubereiten

Mehl und Hefe vermischenMehl in eine Schüssel geben, die Trockenhefe direkt dazugeben und alles gut miteinander vermischen.
WALDIS TIPPEs ist wichtig, dass die Instant Trockenhefe nicht in Wasser aufgelöst wird, damit die Triebkraft erhalten bleibt.
Erstes Wasser einarbeitenAnschließend die Hälfte des Wassers hinzufügen und mit einem Löffel verrühren.
Restliches Wasser dazugebenNach und nach das restliche Wasser dazugeben und weiter vermengen.
WALDIS TIPPDas Rezept funktioniert perfekt per Hand, aber wenn du eine Knetmaschine hast, kannst du sie natürlich auch verwenden, um den Teig schneller zu kneten.
Kneten auf der ArbeitsflächeSobald der Teig schwer zu verrühren ist, auf die Arbeitsfläche übertragen und für etwa 5 Minuten gründlich durchkneten.
Salz und Öl einarbeitenNun den Teig leicht ausbreiten und das Salz und Olivenöl darüber geben und nochmal für ca. 3 bis 4 Minuten kneten, bis eine glatte Konsistenz entsteht.
Erste RuhephaseDen Teig in eine verschließbare Pizzaballenbox geben und für 1 Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Teig portionierenDanach den Teig in gleichgroße 280 g Stücke teilen und Pizzakugeln für die Stückgare formen.
Zweite RuhephaseDie Kugeln zurück in die Ballenbox legen. Jetzt hast du zwei Optionen für die Gehzeit:
Kurze Gehzeit 🏃
Der Teig ruht 3 bis 4 Stunden bei Raumtemperatur. So entspannt er sich, aber es entwickelt sich noch nicht so viel Aroma. Diese Methode eignet sich, wenn es mal schnell gehen muss.
Lange Gehzeit 🧘 Empfohlen
Den Teig über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. So entwickelt er ein intensiveres Aroma und wird noch lockerer und geschmackvoller. Vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen und nochmal für 3 bis 4 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.
Teigkugeln vorbereitenDie Teigkugeln mit etwas Semola bestreuen und vorsichtig aus der Ballenbox auf eine Arbeitsfläche übertragen.
Pizzaboden formenFast geschafft! Jetzt die Pizzakugeln mit sanftem Drücken und leichtem Auseinanderziehen zu einem Pizzaboden verarbeiten, schon ist dein Pizzateig mit Trockenhefe bereit zum Belegen.
Belegen und backenDie Pizza nun mit deinen Zutaten nach Wahl belegen und im vorgeheizten Ofen backen, bis sie gleichmäßig goldbraun geworden ist.
WALDIS TIPPEine unschlagbare Pizza Kombination ist mit San Marzano Tomaten, Fior di Latte, Basilikum und einem Schuss Olivenöl, einfach immer wieder ein Genuss!
Video: Trockenhefe Pizzateig
WALDIS EXPERTENWISSEN
Waldis Top Tipps für beste Ergebnisse mit Trockenhefe
DIE RICHTIGE MENGE VERWENDENDie Menge an Trockenhefe variiert je nach Rezept. Als Richtwert gilt: ein Tütchen Trockenhefe (7 g) entspricht etwa 21 g frischer Hefe. Für Pizzateig reichen aber meist deutlich kleinere Mengen, wie auch in unserem Rezept oben mit 1,5 g auf 500 g Mehl.
TROCKEN UND FRISCHHEFE UMRECHNENDu kannst Trockenhefe jederzeit durch frische Hefe ersetzen und umgekehrt. Das Verhältnis liegt bei 1:3, das heißt 1 g Trockenhefe entspricht ca. 3 g frischer Hefe.
HEFE RICHTIG LAGERNTrockenhefe verliert wie frische Hefe mit der Zeit ihre Triebkraft, besonders bei falscher Lagerung. Bewahre sie kühl und trocken auf und beachte das Haltbarkeitsdatum.
WASSERTEMPERATUR BEIM AKTIVIEREN BEACHTENNutzt du aktive Trockenhefe, achte auf die Wassertemperatur beim Auflösen. Zu heißes Wasser über 40°C tötet die Hefe ab, zu kaltes Wasser unter 30°C aktiviert sie nicht richtig. Ideal sind 35 bis 40°C.
GENUG RUHEZEIT EINPLANENDie ideale Ruhezeit hängt von Jahreszeit, Raumtemperatur und der verwendeten Hefe ab. Im Winter braucht der Teig oft länger, im Sommer geht es schneller. Beobachte den Teig und passe die Zeit nach Bedarf an.
DEN GERUCHSTEST MACHENHefeteige entwickeln durch die Gärung einen charakteristischen Geruch. Riecht dein Teig nur nach Mehl und Wasser, ist die Hefe wahrscheinlich inaktiv.
Wie lange muss Pizzateig mit Trockenhefe gehen?
Ob dein Pizzateig mit Trockenhefe warm oder kalt gehen sollte, hängt davon ab, wie viel Zeit du hast und welches Ergebnis du möchtest. Bei Raumtemperatur läuft die Fermentation schneller ab, der Teig ist in wenigen Stunden einsatzbereit. Im Kühlschrank verlangsamt sich der Prozess, dafür bekommt der Teig mehr Zeit für Glutenentwicklung und Aromenbildung. Beide Wege führen zu einer leckeren Pizza, der Unterschied liegt vor allem im Geschmack und in der Teigelastizität.
Die Overnight Methode, also die kalte Gärung über Nacht im Kühlschrank, ist bei uns die empfohlene Variante. Der Teig ruht dabei bei einer konstant niedrigen Teigtemperatur, wodurch sich die Hefe langsamer, aber gleichmäßiger vermehrt. Das Ergebnis ist ein Teig mit intensiverem Aroma und einer luftigeren, leichter verdaulichen Struktur, ideal, wenn du dein Pizza Erlebnis auf das nächste Level heben möchtest.
Wer noch tiefer in die lange Gare einsteigen möchte, kann die kalte Gärung sogar auf 48 Stunden oder 72 Stunden ausdehnen. Dabei wird die Hefemenge pro kg Mehl noch weiter reduziert, damit der Teig nicht übergärt. Das Prinzip bleibt gleich wie bei unserer Overnight Variante, nur die Zeit und die Feinjustierung der Hefemenge ändern sich. Und was hat das alles mit einer knusprigen Pizza zu tun? Eine längere, kalte Gärung baut Zucker im Teig weiter ab, was beim Backen für eine schönere Bräunung und mehr Biss im Rand sorgt. Ein Teig mit zu kurzer Gehzeit wird dagegen oft blasser und weniger knusprig. Falls du also öfter das Gefühl hast, dass deiner nicht knusprig genug wird: erstmal an der Gehzeit schrauben, bevor du an der Ofentemperatur drehst.
Fazit
Na, bist du vom Trockenhefe Pizzateig überzeugt? Dieses Pizzateig Rezept mit Trockenhefe hat uns bewiesen, dass man mit Trockenhefe einen wirklich tollen Teig herstellen kann, der dem traditionellen Teig mit frischer Hefe nahezu identisch ist – vor allem, wenn man dem Teig genug Ruhezeit gibt und ihn mit hochwertigen Zutaten belegt. Die Pizza mit Trockenhefe ist also eine sehr leckere und praktische Alternative. Die einzig erwähnenswerten Unterschiede sind, dass die Porung bei Trockenhefe feiner ausfällt und der Rand bzw. die Pizza nicht ganz so fluffig wird wie mit frischer Hefe. Wer also eine besonders luftige Pizza mit großem Rand möchte, sollte zur frischen Hefe greifen. Aber für spontane Pizza Backaktionen, etwas Abwechslung oder wenn es einfach mal schneller gehen muss, ist Trockenhefe eine super Wahl, die leckere Pizza Ergebnisse wie beim Italiener liefert.
Viel Spaß beim Nachbacken und verratet uns gern, welche Hefe ihr beim Pizza backen bevorzugt!
Euer Waldi + Team
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Häufige Fragen zum Pizzateig mit Trockenhefe
Das hängt vom Rezept ab, für unseren Pizzateig mit Trockenhefe reichen 1-1,5 g Instant Trockenhefe bei 500 g Mehl. Bei Rezepten mit langer Gehzeit kommt man mit kleinen Mengen aus. Wenn du einen Teig mit kurzer Gehzeit zubereitest, solltest du die Hefemenge und Gehzeit anpassen.
Das kommt auf die Art an. Instant Trockenhefe wird direkt ins Mehl gemischt und muss nicht aufgelöst werden. Aktive Trockenhefe hingegen muss vorher in Wasser aktiviert werden, bevor sie in den Teig kommt.
Frische Hefe hat mehr Wassergehalt und Triebkraft, der Teig geht stärker auf und wird luftiger, muss aber gekühlt und zeitnah verwendet werden. Trockenhefe ist dehydriert, deutlich länger haltbar und ungekühlt lagerbar, braucht dafür aber meist etwas länger zum Gehen, wenn du wenig davon verwendest.
Nach der ersten Ruhephase von einer Stunde hast du zwei Optionen: die kurze Variante mit 3 bis 4 Stunden bei Raumtemperatur, oder die empfohlene lange Variante über Nacht im Kühlschrank plus nochmal 3 bis 4 Stunden bei Raumtemperatur vor dem Backen.
Ja, Pizzateig im Kühlschrank gehen lassen, funktioniert sehr gut und ist sogar die empfohlene Methode. Der Teig entwickelt über Nacht im Kühlschrank ein intensiveres Aroma und wird lockerer. Vor dem Backen sollte er nochmal für 3 bis 4 Stunden bei Raumtemperatur akklimatisieren.
Meist liegt es an zu alter oder falsch gelagerter Hefe, einer falschen Wassertemperatur beim Aktivieren von aktiver Trockenhefe (ideal sind 35 bis 40°C) oder zu wenig Ruhezeit. Beobachte den Teig und passe die Zeit je nach Raumtemperatur und Jahreszeit an.
Bei unserem Verhältnis von 1-1,5 g auf 500 g Mehl bräuchtest du für 1 kg Mehl entsprechend 2-3 g Instant Trockenhefe. Die genaue Menge kann je nach gewünschter Gehzeit leicht variieren.
Der Teig ist bereit, wenn er sichtbar an Volumen zugenommen hat und sich locker anfühlt. Ein guter Indikator ist außerdem der Geruch. Ein fertig gegärter Hefeteig hat einen charakteristischen Duft, riecht er nur nach Mehl und Wasser, braucht er noch mehr Zeit.