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Glutenfrei

Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie bedeutet nicht, auf selbstgemachte Pizza verzichten zu müssen. Mit dem richtigen glutenfreien Mehl lässt sich ein Teig herstellen, der knusprig, luftig und - das ist das Entscheidende - wirklich gut schmeckt.



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Glutenfreies Mehl für Pizza: worauf es wirklich ankommt

Wer zum ersten Mal mit glutenfreiem Mehl backt, merkt schnell: Es verhält sich anders als normales Pizzamehl. Das liegt daran, dass Gluten (das Klebereiweiß im Weizenmehl) im Teig für Elastizität, Struktur und Halt sorgt. Fällt es weg, verändert sich die gesamte Teigstruktur. Der Teig wird weicher, klebriger und lässt sich nicht auf dieselbe Art ausziehen und verarbeiten wie ein klassischer Pizzateig.

Das ist aber kein Grund zur Frustration, sondern einfach ein anderer Umgang mit dem Teig. Glutenfreie Mehle für Pizza sind speziell entwickelte Mischungen, die durch Stärken (zum Beispiel Reisstärke, Maisstärke oder Kartoffelstärke) und natürliche Bindemittel wie Flohsamenschalen oder Guarkernmehl das fehlende Gluten so gut wie möglich kompensieren. Das Ergebnis bei den richtigen Produkten: ein Boden, der nach dem Backen knusprig, aromatisch und überraschend nah am Original ist.

Wichtig zu wissen: Nicht jedes glutenfreie Mehl eignet sich gleich gut für Pizza. Allzweck-Backmischungen aus dem Supermarkt sind in der Regel auf Kuchen oder Brot ausgelegt. Für Pizzateig fehlen ihnen die spezifischen Bindemittel und Stärken, die für Elastizität und Ofenverhalten sorgen. Speziell entwickelte Produkte wie Caputo Fioreglut, Das Mehl glutenfrei oder die Mischung der Frießinger Mühle sind dagegen gezielt auf Hochtemperatur-Öfen und die typischen Anforderungen von Pizzateig abgestimmt.

Mehr zur genauen Zubereitung eines glutenfreien Pizzateigs - Schritt für Schritt mit Rezept - gibt es in Waldis Blogartikel zum glutenfreien Pizzateig.

Welches glutenfreie Pizzamehl passt zu wem?

Glutenfreies Mehl – Vergleich
Eigenschaften Caputo Fioreglut Caputo Fioreglut Das Mehl glutenfrei Das Mehl glutenfrei Frießinger Mühle glutenfrei Frießinger Mühle glutenfrei
Hersteller Mulino Caputo, Neapel Rheinland-Pfalz, Deutschland Bayern, Deutschland
Hauptzutaten Weizensärke (gf), Maisstärke, Buchweizenmehl, Reisstärke, Flohsamenschalen Weizensärke (gf, 87 %), Dextrose, Flohsamenschalen, Buchweizenmehl, Guarkernmehl, Maisstärke Maismehl, Reismehl, Maisstärke, Pflanzenfasern (Bambus, Flohsamen), Guarkernmehl
Weizensärke enthalten Ja (glutenfrei zertifiziert) Ja (glutenfrei zertifiziert) Nein – vollständig weizenfrei
Gebinde 1 kg 1 kg, 10 × 1 kg 5 kg
Ideal für Pizza, Focaccia, Brot, Pasta Pizza, Brot, Gebäck Pizza, Brot, Focaccia
Besonderheit Marktführer, bewährt in Profiküchen Hoher Stärkeanteil, sehr feines Backergebnis Vollständig weizenfrei – ideal bei Weizenallergie
Für wen Wer den Klassiker will und Caputo vertraut Wer eine regionale Alternative mit bewährter Rezeptur sucht Wer zusätzlich auf Weizen verzichten muss oder möchte
Glutenfreie Pizza mit Caputo Fioreglut

Glutenfreier Pizzateig: so unterscheidet er sich in der Verarbeitung

Glutenfreier Teig wird nicht gezogen, sondern gedrückt oder gerollt. Er ist weicher und klebriger, das ist normal und kein Fehler. Ein paar Dinge helfen beim Umgang:

Geölte Hände statt Semola: Weil glutenfreier Teig an Oberflächen klebt, ist Öl an den Händen beim Formen hilfreicher als Bestäubmehl. Semola enthält zum einen Gluten, würde sich nicht gleichmäßig einarbeiten und kann den Teig unnötig austrocknen.

Höhere Hydration: Glutenfreie Mehle nehmen mehr Wasser auf als normales Weizenmehl. Viele Rezepte arbeiten mit einer Hydration von 80-95 % - das klingt viel, ergibt aber den richtigen Teig.

Backtemperatur beachten: Glutenfreie Pizza backt am besten bei 250-370 °C. Bei sehr hohen Temperaturen (über 400 °C, wie im Hochtemperaturofen) kann sie schneller verbrennen als normaler Pizzateig, daher sind kurze Backzeiten und Beobachtung wichtig.

Waldis Tipp

Glutenfreier Teig braucht etwas mehr Geduld, vor allem beim ersten Mal. Was am meisten hilft: Den Teig nach dem Mischen wirklich ausreichend ruhen lassen (mindestens 60 Minuten), damit die Stärken die Flüssigkeit vollständig aufnehmen können. Ein Teig, der direkt nach dem Mischen noch zu klebrig wirkt, kann nach der Ruhezeit gut formbar sein.

Und noch ein Tipp wenn du für Zöliakie-Betroffene backst: Eigene, gut gesäuberte Utensilien verwenden - Pizzastein, Schieber und Schüsseln, die nie mit glutenhaltigem Mehl in Kontakt waren. Kreuzkontamination ist ein ernstes Thema, das man nicht unterschätzen sollte.

FAQ - Häufige Fragen zu glutenfreiem Mehl für Pizza

Beides beschreibt eine Unverträglichkeit gegenüber Gluten, aber mit unterschiedlicher Schwere. Bei Zöliakie handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung: Schon kleinste Mengen Gluten schädigen die Darmschleimhaut und können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Eine Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität (NCGS) äußert sich durch ähnliche Symptome wie Bauchschmerzen oder Blähungen, ohne dass es zu der Darmschädigung kommt. Für Menschen mit Zöliakie ist die strikte Einhaltung einer glutenfreien Ernährung medizinisch notwendig einschließlich der Vermeidung von Kreuzkontamination beim Backen.

Nicht jedes glutenfreie Mehl ist für Pizza gleich gut geeignet. Allgemeine Backmischungen aus dem Supermarkt sind oft auf Kuchen oder Brot ausgelegt wodurch der Teig für Pizza zu kompakt oder zu brüchig wird. Speziell entwickelte Pizzamehle wie Caputo Fioreglut oder Das Mehl glutenfrei enthalten die richtigen Stärken und Bindemittel, um einen elastischen, ofenfesten Teig zu erzeugen. Wer das beste Ergebnis will, greift zu einem Produkt, das explizit für Pizza entwickelt wurde.

Ja, und das ist eine häufige Frage. Caputo Fioreglut enthält glutenfreie Weizenstärke. Das klingt zunächst widersprüchlich, ist aber lebensmittelrechtlich klar definiert: Weizenstärke kann so aufbereitet werden, dass der Glutengehalt unter den gesetzlichen Grenzwert von 20 ppm fällt und damit als glutenfrei gilt. Caputo Fioreglut trägt die entsprechende Kennzeichnung. Trotzdem gilt: Wer an einer sehr schweren Form der Zöliakie leidet oder besonders sensibel reagiert, sollte im Zweifelsfall mit einem Arzt oder Ernährungsberater sprechen, ob Produkte auf Weizenstärkebasis für sie geeignet sind.

In der Pizza-Anwendung kommt Caputo Fioreglut dem Original am nächsten, das ist das Feedback, das wir von unseren Kunden am häufigsten hören, und es deckt sich mit dem, was Profis berichten. Der Teig lässt sich zwar anders verarbeiten (weicher, klebriger), gibt aber nach dem Backen ein Ergebnis, das geschmacklich und optisch überrascht. Kein glutenfreies Mehl ist ein 1:1-Ersatz für Tipo 00 - aber das Fioreglut kommt dem am nächsten, was glutenfrei möglich ist.

Nein und das ist wichtig zu wissen, bevor man das erste Mal damit backt. Glutenfreie Mehle haben eine andere Wasseraufnahme, eine andere Textur und verhalten sich beim Kneten und Backen grundlegend anders. Das Verhältnis von Mehl zu Wasser, die Ruhezeit und die Formgebung müssen angepasst werden. Wer ein bewährtes Rezept speziell für glutenfreie Mehle verwendet, kommt deutlich leichter zu einem guten Ergebnis als wer einfach das Mehl austauscht.

Nein. Dinkel ist eine Weizensorte und enthält Gluten. Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit müssen Dinkel genauso meiden wie normales Weizenmehl. Die verbreitete Annahme, Dinkel sei "bekömmlicher" oder "glutenärmer", ist ernährungsphysiologisch nicht korrekt, zumindest nicht für Menschen mit medizinisch diagnostizierter Unverträglichkeit.

Glutenfreie Pizza ist nicht automatisch gesünder als normale Pizza. Glutenfreie Mehle enthalten oft mehr Stärke und weniger Protein als Weizenmehl. Für Menschen ohne Glutenunverträglichkeit bringt eine glutenfreie Pizza keinen gesundheitlichen Vorteil, sie ist einfach anders zusammengesetzt. Für Menschen mit Zöliakie oder Glutensensitivität ist sie natürlich die einzige verträgliche Option. Gesund oder nicht gesund hängt - wie bei jeder Pizza - mehr von Belägen, Qualität der Zutaten und Zubereitungsweise ab als vom Mehl allein.

Für Menschen mit Zöliakie ist das ein ernstes Thema. Schon Spuren von glutenhaltigem Mehl (an Schüsseln, Pizzasteinen, Pizzaschiebern oder Arbeitsflächen) können Probleme verursachen.

Daher unsere Empfehlung: Dediziertes Zubehör verwenden, das ausschließlich für glutenfreies Backen eingesetzt wird. Pizzastein und Schieber, die lange mit normalem Mehl in Kontakt waren, tief eingebrannt oder porös sind, lassen sich kaum restlos von Glutenresten befreien. Im Zweifel lieber neue, separate Utensilien einsetzen.

Tipp: Das vollständige Rezept für glutenfreien Pizzateig mit Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du in Waldis Blogartikel: Glutenfreier Pizzateig

Waldis Pizza – weil gute Pizza mit den besten Zutaten beginnt.
Original. Authentisch. Unglaublich gut.

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